Für den Maschinenbau

Ihr Kunde fordert eine Verwaltungsschale

Der Aufwand liegt nicht im Format. XML schreiben kann jeder. Der Aufwand liegt in der Frage, welche Werte Ihre Maschine verlässlich hergibt und was sie bedeuten — und die beantwortet keine Spezifikation, sondern nur ein Blick in Ihre Anlage.

Diese Seite sagt Ihnen, welche Stufe Sie brauchen, was jede von Ihnen verlangt — und was davon hier nachweislich läuft. Alle vier laufen; wo eine Grenze bleibt, steht sie darunter.

01

Typenschild und technische Daten als Datei

belegt

Was Sie liefern

Was auf dem Typenschild steht und im Datenblatt. Mehr nicht.

Was dabei herauskommt

Eine Verwaltungsschale nach den veröffentlichten IDTA-Vorlagen 02006 (Digital Nameplate) und 02003 (Technical Data). Das ist es, was die meisten Ausschreibungen tatsächlich verlangen.

In dieser Fabrik

Die vier Merkmale des Typenschilds tragen hier die IRDIs aus IDTA 02006-2-0 — abgelesen aus der Spezifikation, nicht aus dem Gedächtnis notiert. Eine selbstgebaute Kennung unter admin-shell.io sieht echt aus und ist keine.

02

Jedes Merkmal einzeln identifizierbar

belegt

Was Sie liefern

Eine Signalliste oder eine Engineering-Ausgabe aus EPLAN oder TIA.

Was dabei herauskommt

Eine Merkmalsliste, in der jedes Merkmal seine eigene Kennung trägt — nicht die seines Submodells. Erst damit kann eine Gegenstelle sagen „das ist der Verschleiß" statt „das gehört zu den Betriebsdaten". Das ist der Kern dessen, was in Ausschreibungen Companion Specification heißt.

In dieser Fabrik

134 Begriffe über 670 Merkmale, erzeugt statt gepflegt: eine von Hand geführte Liste weicht nach dem zweiten Merkmal von der Anlage ab, und niemand merkt es. Vorher waren es 14 Kennungen — eine je Submodell.

03

Gefüllt aus dem Betrieb statt aus einer Tabelle

belegt

Was Sie liefern

Eine Schnittstelle an der Steuerung. OPC UA, wenn vorhanden — sonst genügen Halteregister.

Was dabei herauskommt

Eine Verwaltungsschale, deren Betriebswerte aus der laufenden Maschine kommen und historisiert werden. Der Unterschied zu Stufe 2 ist der zwischen einem Datenblatt und einem Zwilling.

In dieser Fabrik

29 Assets in dieser Fabrik tragen ihre Verwaltungsschale aus dem Betrieb, darunter eine Bandsäge von 1998 über Modbus. Im AAS-Baum ist sie von einer Maschine von 2022 nicht zu unterscheiden.

04

Ein Endpunkt, den die Gegenstelle selbst abfragt

belegt

Was Sie liefern

Einen Server beim Kunden oder bei Ihnen, und eine Entscheidung über Zugriff.

Was dabei herauskommt

Einen konformen AAS-Server (BaSyx, FA³ST) mit der Part-2-REST-Schnittstelle, gegen den ein fremdes Werkzeug ohne Absprache arbeiten kann.

In dieser Fabrik

Seit dem 25.08. läuft neben der eigenen Lese-Schnittstelle ein Eclipse-BaSyx-Server mit der Part-2-Schnittstelle: 29 Verwaltungsschalen, 140 Submodelle und 130 ConceptDescriptions, viertelstündlich aus dem laufenden Betrieb neu aufgesetzt. Eine Gegenstelle fragt ihn ab, ohne uns zu fragen — und löst die Kennung eines Merkmals bis zu ihrer deutschen Definition auf.

Gemessen, nicht behauptet

AutomationML liefert Ihnen die Anlage — nicht die Signale

„Wir lesen Ihre Engineering-Daten ein" ist der Satz, den Sie überall hören. Wir haben ihn nachgemessen — an der RobotCell-Beispieldatei von AutomationML e.V., einer Punktschweißzelle mit fünf KUKA-Robotern, geschrieben von den Standardleuten selbst.

322

Elemente in der Datei

116

davon Betriebsmittel, mit Typ und Elternbezug

206

Gliederung und Geometrie, ausdrücklich ausgelassen

0

Messgrößen

Die Topologie kommt an, ohne dass jemand sie abtippt — 116 Betriebsmittel mit ihrem Platz im Baum. Die Signale nicht: alle 168 Attribute der Datei sind Lageangaben in x/y/z. Wer Ihnen verspricht, aus einer Engineering-Datei falle ein fertiger Zwilling, verspricht zu viel. Was AML einspart, sind die Interviews mit der Instandhaltung. Was es nicht einspart, ist die Signalliste.

Was wir nicht behaupten

Konform ist ein Teil, nicht das Ganze

Lade den Konformitätsbericht …

Diese Unterscheidung rechnet die Anlage selbst aus und liefert sie mit — sie steht nicht in einer Folie. Für Ihren Kunden ist genau das die erste Rückfrage im Abnahmetermin, und eine Antwort aus der Maschine ist dort mehr wert als eine Zusage.

Den vollständigen AAS-Baum ansehen →

Was am Server heute noch fehlt

Drei Einschränkungen, die Sie kennen sollten

  • Ein Stand, kein Strom.

    Der Server hält seinen Bestand im Speicher und wird viertelstündlich neu aufgesetzt. Zwischen zwei Läufen zeigt er den Stand des letzten. Für Stammdaten ist das richtig, für einen Momentwert nicht.

  • Nur auf dieser Maschine.

    Er hört auf localhost, nicht im Netz. Ein schreibfähiger AAS-Server offen im Netz wäre ein Schreibpfad in die Anlagenbeschreibung, den niemand bestellt hat. Der Zugang gehört in ein Projekt, nicht auf eine Vorführseite.

  • BaSyx 2 ist Vorstufe.

    Festgehalten auf 2.0.0-milestone-15. Version 2 ist noch nicht endgültig veröffentlicht — wer heute darauf baut, baut auf etwas, das sich noch bewegt.

Keine dieser drei steht Ihrem Abnahmetermin im Weg. Sie stehen hier, damit Sie sie von mir hören und nicht von Ihrem Kunden.

Erstgespräch

90 Minuten, und Sie wissen, auf welcher Stufe Sie stehen

Bringen Sie mit, was Sie haben: die Anforderung Ihres Kunden oder den Ausschreibungstext, eine Signalliste, eine EPLAN- oder TIA-Ausgabe, ein Foto vom Schaltschrank. Am Ende steht, welche Stufe Ihr Kunde wirklich verlangt — die verlangte ist oft niedriger als die befürchtete —, was Ihre vorhandenen Daten davon schon abdecken und was daran fehlt.